Agility

 

Agility ist eine Sportart für Mensch und Hund, unabhängig von der Rasse des Hundes und des Alters des Hundeführers. Der Reiz liegt im harmonischen Zusammenspiel des Hundes und des Hundeführers, ein Team zu bilden und die angeborenen Eigenschaften wie Sprungvermögen, Spieltrieb, Wendigkeit und Geschicklichkeit zu fördern. Überwiegend durch Körpersprache und einzelne Kommandos erlernt der Hund, selbständig die verschiedenen Hürden und Geräte (Schrägwand, Steg, Wippe, Tunnel, Reifen, Weitsprung, Slalom) in immer wieder neuen Reihenfolgen zu nehmen. Der Hund sollte dabei durch ein Spielzeug oder ein Leckerchen motiviert werden. Diese Lernphase trägt sehr zur besseren Verständigung und Bindung bei. Die Zeitdauer des Erlernens ist unterschiedlich. Manche Hunde brauchen lange, bis sie die Scheu vor einem Gerät verlieren und das volle Vertrauen in ihren Hundeführer haben. Viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Motivation führen letztendlich zum Erfolg.
In einem Turnier wird ein Parcours je nach Klasse mit ca. 14-20 Hindernissen aufgestellt, der vom Team möglichst fehlerfrei in einer vorgegebenen Zeit und Reihenfolge durchlaufen werden muss. Agility ist in erster Linie ein Geschicklichkeitssport und kein Schnelligkeitslauf. Der Hundeführer schaut sich ohne Hund den Parcours genau an. Der Hund kennt vor dem Lauf weder die Reihenfolge der Geräte noch die Richtungen. Jeder Lauf ist für den Hund neu. Allein durch die Körper- und Kommandosprache wird der Hund durch den Parcours geführt. Das ist das Faszinierende an Agility. Der Sport sollte freudebetont sein und nicht vorrangig den eigenen Zielen dienen.
 
Warum macht man eigentlich Agility?
Diese Frage beantwortet sich von selbst, schaut man einem Team zu, das sich die Fähigkeiten "richtig", d.h. mit Freude, Motivation und partnerschaftlich fairem Training erarbeitet hat. Schnell erliegt man der Faszination, wie eingespielte Teams scheinbar mühelos und mit offensichtlichem Spaß auf beiden Seiten die Parcours bewältigen.
 
Wie schafft man das?
Indem man sich beim Training nicht die Frage stellt: "wie bekomme ich meinen Hund dazu, zu tun was ich will", sondern "wie bekomme ich meinen Hund dazu, zu wollen, was ich will". Unser Agility-Training ist somit geprägt durch moderne Trainingsmethoden, die ganz klar von Begriffen wie positive Verstärkung und operanter Konditionierung dominiert sind, ohne jedoch den Realitätsbezug durch ideologische Verklärtheit vermissen zu lassen.
 
Was haben mein Hund und ich davon?
Eine Beschäftigung, die richtig Spaß macht. Ein Verhältnis, das auf gegenseitigem Vertrauen aufgebaut ist und dem Begriff "Unterordnung" seinen oft negativen Beigeschmack nimmt - und dies, obwohl die Fähigkeit, den Hund (unter enormer Ablenkung und Anspannung) zu kontrollieren , ein wesentlicher Bestandteil dieses Sports ist. Etwas, was sich im normalen Alltag nur als positiv erweisen kann.
 
 
Was ist Agility?